Frauen im Netzwerk des Kompetenzzentrums für Berliner Handwerkerinnen

Regine Peter

Regine Peter ist Fotografin mit Meisterbrief.
Meisterliche Fotos von ihr gibt es in ihrer Ausstellung „WEIL WIR DAS KÖNNEN! Frauen im Handwerk“ zu sehen.

Unter anderem ist sie auch auf Portraitfotos spezialisiert. Die Leidenschaft für Fotografie kann sie nicht verbergen, man merkt sie ihr einfach an, wenn sie über ihren Beruf spricht. Sie findet den Austausch unter Frauen wichtig und dass sie bei den Netzwerkabenden immer „gute Impulse“ bekommt.

Regine Peter – Atelier für Fotografie, Cranachstr. 16, 12157 Berlin-Schöneberg
www.regine-peter.de

 

RP: Mein Name ist Regine Peter, ich bin 52 Jahre alt, verheiratet und habe einen gerade erwachsen gewordenen Sohn. Der hat Abitur gemacht und studiert jetzt und ist somit aus meiner Fürsorge entlassen. Seit 22 Jahren bin ich in Berlin-Schöneberg als selbständige Fotografin tätig. Als Fotografinnen gehören wir auch zum Handwerk. Das ist für viele erstaunlich, denn wir sind nicht in erster Linie Künstlerinnen. Wenn man Portraitfotografie macht, Bewerbungsfotos, Passfotos, Hochzeiten, gehört man eigentlich zum Handwerk. Ich habe auch noch vor vielen Jahren eine Meisterprüfung gemacht. Die Meisterprüfung ist allerdings inzwischen für das Fotografen-Handwerk abgeschafft.

 

I: Du hast also noch eine Meisterprüfung gemacht?

RP: Ich habe noch eine Meisterprüfung gemacht. Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zur Fotografin gemacht und mit der Gesellenprüfung abgeschlossen. Danach ein paar Jahre als Fotografin gearbeitet. Dann bin ich nach Berlin in ein Geschäft gewechselt, eine Kombination aus Fotofachgeschäft und Portraitstudio. Das hat mir nicht gefallen und ich habe nach einem halben Jahr gekündigt und bin dann zur Meisterschule gegangen, die damals, kurz nach der Wende, in Potsdam Babelsberg ansässig war.
Das war allerdings auch ein bisschen ernüchternd.

 

I: Warum?

RP: Teilweise, weil ich aus Bielefeld komme und andere Erfahrungen hatte. Bielefeld hatte eine große Fotoschule und in der Stadt gab es viele Industriebetriebe und Fotostudios, die auf Werbefotografie spezialisiert waren. Das kannte man in der ehemaligen DDR nicht so. Wir hatten damals auch noch einen Lehrer, der lange zu DDR-Zeiten unterrichtet hat. Ich fand den Unterricht manchmal ein bisschen gewöhnungsbedürftig, weil ich ja doch anders sozialisiert worden war. So wurde man an der Meisterschule als Erwachsene noch sehr gemaßregelt. Das lässt man sich mit Mitte 20 natürlich nicht gerne gefallen. Man finanziert seine Meisterschule selbst und wenn man dann am Sonntagmorgen zum Beispiel mal 5 Minuten zu spät in den Unterricht kam, dann gab es Ärger.

 

I: Aber du hast dann die Meisterprüfung gemacht.

RP: Ich habe dann die Meisterprüfung vor der Berliner Handwerkskammer abgelegt. Und dann habe ich gedacht, dass ich mit einer Meisterprüfung nicht angestellt arbeiten will. Meine Eltern waren selbständig und ich wollte mich auch unbedingt selbständig machen.

 

I: Und du hast das gleich gemacht und dazu mit diesem hübschen Atelier, wo wir jetzt sitzen? 

RP: Genau, ich habe damals eine etwas andere Lösung gewählt. Ich wollte kein Ladenlokal mit Laufpublikum haben. Ich wollte, wenn ich fotografiere, mich ganz auf den Kunden konzentrieren, für ihn Zeit haben und hochwertige Fotografie machen. Das bedeutete für mich, Terminvereinbarungen zu machen. Ich habe Anzeigen in Printmedien geschaltet, eine Homepage hatte ich zu dem Zeitpunkt (Mitte der 90er Jahre) natürlich noch nicht. Es war schwieriger an Kunden zu kommen, aber die, die kamen, hatten genaue Vorstellungen und wollten, dass ich mir Zeit nehme und nicht nach 5 Minuten wieder draußen sein. Also genau das, was ich auch wollte und immer noch will. Zeit für den Kunden haben und ein gutes Ergebnis erzielen.

 

I: Die Hemmschwelle ist bei einem Geschäft sicherlich niedriger. Bei dir macht man also eher einen Termin für Fotos?

RP: Bei mir macht man einen Termin, genau. Ich bin auf Portraitfotografie spezialisiert und habe dann auch noch die Nische der Bewerbungsfotografie gewählt. Das kam durch einen Kontakt zu den Karriereberatern Jürgen Hesse und Hans-Christian Schrader.

 

I: Die haben ganz bekannte Bücher zu Bewerbungen geschrieben.

RP: Ja, das stimmt. Ich fand, dass Bewerbungsfotos etwas sind, was ich gut hier in meinem Atelier machen kann. Ich habe jetzt nicht so wahnsinnig große Räumlichkeiten und kann hier keine riesigen Gruppen fotografieren. Natürlich mache ich auch andere Sachen, wie Kinderfotos und Familien, Hochzeiten und Business-Fotografie, das heißt, wenn jemand Fotos für eine Homepage braucht.

 

I: Und Fotos für Homepages werden häufiger nachgefragt?

RP: Ja, das wird nachgefragt. Man braucht für seine Homepage gute und aussagekräftige Fotos, die man entweder im Atelier oder vor Ort macht. Letzteres bietet sich natürlich an, wenn man sich selbst und auch seine Firma, Werkstätten oder Büroräume entsprechend präsentieren und zeigen will. Das ist heute wichtig, finde ich, dass man sein Gesicht zeigt, zeigt wer hinter dem Unternehmen steckt.

 

I: Du hast jetzt von Schwerpunkten deiner Arbeit gesprochen. Gibt es Arbeiten, für die du besonders gebrannt hast, auf die du sehr stolz bist?

RP: Also ich fand es immer toll und war stolz drauf, wenn ich Fotos für die Bewerbungsratgeber von Hesse/Schrader gemacht habe. Es war früher oft so, dass die Leute die Bücher gekauft, reingeguckt und dann gesagt haben „Oh toll, solche Fotos möchte ich jetzt auch haben“. Kunden sind deshalb manchmal von weither gekommen, zum Beispiel aus den neuen Bundesländern, um Fotos von sich bei mir machen zu lassen. Vor 15 Jahren gab es dort noch nicht so viele Fotografen, die wirklich gute Bewerbungsfotos gemacht haben. Deshalb sind Leute damals manchmal zu mir gekommen. Ich fand es natürlich klasse, wenn jemand aus Dessau anreiste oder aus Schwerin, extra um sich von mir fotografieren zu lassen.

 

I: Das ist ja auch ein großes Kompliment.

RP: Was mir auch wirklich viel Spaß gemacht hat, war das Projekt, Handwerkerinnen zu fotografieren. Und eigentlich suche ich gerade wieder nach einem ähnlichen Projekt. Als ich vor zwei Jahren auf der Webseite der Handwerkskammer war, ist mir aufgefallen, wie viele Berufe es eigentlich im Handwerk gibt und vor allem auch wie viele interessante Berufe. Auch Berufe, bei denen man sich fragt, gibt es die noch in zehn oder 20 Jahren? So entstand die Idee, Handwerkerinnen zu fotografieren, und daraufhin bin ich ja auch zu euch gekommen, zum Netzwerk, zum Kompetenzzentrum der Berliner Handwerkerinnen.

 

I: Du hattest uns damals gebeten, bei den Frauen des Netzwerkes anzufragen, ob einige Lust hätten, sich von dir portraitieren zu lassen.

RP: Genau. Einige haben sich gemeldet, einige, die ich kannte oder die ich auf der Seite der Handwerkskammer gefunden habe, habe ich angesprochen. Das war ein tolles Projekt. Die Handwerkerinnen in den Werkstätten zu besuchen und die Arbeitsbereiche kennenzulernen, das war total spannend! Ich schaue mich gerade wieder nach einem neuen Projekt um.

 

I: Du hast Frauen in eher ungewöhnlichen Berufen fotografiert. Die Schuhmacherin, die Bestatterin, die Schmiedin, Polsterin. Ich kenne die Fotos und die sind wirklich toll. Und wie ich weiß, ist deine Ausstellung ja auch ganz offiziell hier in Berlin eröffnet worden. Magst du mal was dazu sagen?

RP: Ich hatte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung angesprochen. Dilek Kolat, Senatorin hier in Berlin, kam eines Tages im Wahlkampf zu mir ins Atelier, weil sie hier ihren Wahlbezirk hat. Sie hat gefragt, wo mich der Schuh drückt. Und ich habe gesagt, dass mir dazu eigentlich gerade nichts einfällt, aber ich an einem Thema arbeite, das ich gerne mal öffentlich zeigen würde. Sie war sehr offen und hat gesagt „Ja, kein Problem“ und ich solle mich bei der Senatsverwaltung melden. Sicherlich wäre es möglich, meine Fotos dort im Foyer auszustellen. So war dieser Schritt geschafft. Manchmal passieren Dinge, ohne dass man viel dazu tut.

 

Fotos der Ausstellung von Regine Peter

I: Die Ausstellung ist sehr positiv besprochen worden und hat nicht nur den portraitierten Frauen gefallen. Sie ist dann auch noch mehrfach gezeigt worden.  

RP: Die Fotos sind im Rathaus Kreuzberg gemeinsam mit der Ausstellung vom Kompetenzzentrum für Berliner Handwerkerinnen gezeigt worden. Dann habe ich nochmal an einem ganz anderen Ort – einer Weinbar – ausgestellt, wo ich es auch sehr schön fand. Wir haben eine nette Eröffnung mit den ganzen Handwerkerinnen gemacht. Die Bilder hingen dann auch vier Wochen dort.

 

I: Ich würde gerne wissen, wie du deine Arbeit und Familie vereinbarst, wenn du für Fotos oft außer Haus sein musst. Wie sieht so ein durchschnittlicher Arbeitstag aus?

RP: Das ist immer eine Frage, die Frauen gestellt wird, aber Männern nie.

 

I: Ich würde sie auch Männern stellen.

RP: Ich habe einen Sohn und den habe ich auch sehr bewusst und sehr gerne großgezogen. Meine Arbeit war mir immer wichtig, aber das Familiäre war mir auch wichtig. Ich hatte immer die Unterstützung meines Mannes. Als Fotografin handhabe ich meine Arbeitszeit sehr locker. Wenn jemand anruft und sagt: „Ich möchte gerne nach der Arbeit kommen“, ist das kein Problem, abends um 19:00 Uhr zu fotografieren. Allerdings ungern sehr früh am Morgen, das ist nicht so meins. Aber für mich ist es selbstverständlich, samstags nachmittags zu arbeiten oder eben auch abends. Ich möchte dem Kunden einfach Flexibilität bieten, dass er kommen kann, wenn es für ihn gut ist. Da ich keine Ladenöffnungszeiten habe, konnte und kann ich diese Flexibilität auch anbieten.

 

I: Wie sieht Fotografie heute im Gegensatz zu früher aus?

RP: Technisch hat sich die Fotografie grundlegend geändert. Als ich Anfang der 90er Jahre meine Ausbildung gemacht habe, haben wir mit Großformatkameras gearbeitet. Filmmaterial im Dunklen in Kassetten eingelegt. Um die richtige Blende zu ermitteln, brauchte man einen Belichtungsmesser. Man sah ja erst nach der Entwicklung, wie das Bild geworden war. Ich habe auch in den ersten Jahren hier noch viel im Labor gearbeitet, hatte ein eigenes Schwarzweiß-Labor und habe nach dem Fotografieren die Filme entwickelt, vergrößert. Das habe ich alles oftmals abends gemacht, wenn mein Sohn geschlafen hat. Das ist so ein bisschen der Vorteil, wenn man Arbeit und Wohnen relativ dicht beisammen hat. Jetzt wird digital fotografiert, man steht nicht mehr im Labor, sondern man sitzt vor dem Rechner, man sieht das Ergebnis sofort, ein großer Vorteil, kann so schneller nochmal etwas ändern. Was geblieben ist, ist der Umgang mit dem Kunden. Die Bearbeitung der Ergebnisse findet am Computer statt und man kann natürlich mehr optimieren als früher und schneller Ergebnisse liefern.

 

Der Mensch sollte aber immer noch authentisch aussehen und nicht 10 Jahre jünger.

I: Machst du auch Retuschen?

RP: Retuschieren ist einfacher geworden mit Photoshop. Es geht natürlich auch viel schneller. Früher haben wir noch mit einem speziellen Bleistift auf dem Negativ retuschiert. Heutzutage kann man im Grunde alles retuschieren. Ich beschränke mich bei der Retusche auf Milderung von kleinen Falten, abstehenden Haaren, eventuell Falten in der Kleidung.

 

I: Welche Kompetenzen muss man für deinen Beruf und deine Form der Selbständigkeit mitbringen?

RP: Man muss mit Menschen umgehen können. Das ist als Portraitfotografin total wichtig. Man muss Menschen mögen. Wenn man merkt, dass die Chemie nicht stimmt, kann ich als Profi darüber hinwegsehen, aber besser werden natürlich die Fotos, wenn mir jemand sympathisch ist. Außerdem muss man heute unheimlich flexibel und gleichzeitig diszipliniert sein. Unternehmerisches Denken ist wichtig, Buchhaltung, Angebote schreiben, Akquise. Da gehört neben dem Fotografieren noch eine Menge dazu.

 

I: Was braucht man als Fotografin noch besonders?

RP: Man muss gut mit dem Computer, mit Social Media umgehen können, sich im Internet präsentieren, seine Homepage und eine Facebook Seite pflegen. Das ist auch ein großer Teil der Arbeit geworden. Und für Außentermine muss man einfach auch mal die schwere Ausrüstung tragen können. Dazu immer flexibel sein, was Licht und Wetter angeht, und Ideen schnell umsetzen.

 

I: Als Fotografin hat man doch auch einen besonderen Blick, zum Beispiel für Gesichter oder für den geeigneten Moment, um auf den Auslöser zu drücken und  für das besondere Motiv.

RP: Die Menschen gehen eigentlich ungern zum Fotografen. Viele sagen auch, dass sie lieber zum Zahnarzt gehen als zum Fotografen, was ich eigentlich nicht verstehe (lacht). Aber wenn ich dann mal die Position gewechselt und vor der Kamera gestanden habe, habe ich gemerkt, dass ich auch dachte: oh, heute liegen meine Haare nicht, und habe total kritisch auf das Foto geguckt und gedacht: ne, das ist nicht gut, heute will ich nicht, ich sehe blass aus, die Haare liegen nicht. Deshalb weiß ich, wie sich ein Kunde fühlen kann.

Das vergisst man leicht, wenn man hinter der Kamera steht. Wichtig ist, seinen Kunden die Scheu vor der Kamera zu nehmen und die Menschen möglichst natürlich zu zeigen. Dafür muss ich gucken, welche Seite besser geeignet ist. Eigentlich sollte man auf einem Foto ja freundlich gucken, offen und sympathisch rüberkommen. Dazu gehört auch ein Lachen, denn manche sehen lachend irgendwie besser aus, andere sehen besser mit geschlossenem Mund aus. Aber solche Sachen muss man ausprobieren und ein bisschen rauskitzeln. Erfahrung hilft auch immer.

 

I: Bist du mit deiner beruflichen Situation zufrieden? Würdest du den Weg aus heutiger Sicht nochmal wählen?

RP: Ich finde immer noch, dass es ein sehr schöner Beruf ist, und ich mache das sehr gerne. Es ist aber leider nicht einfacher geworden in den letzten Jahren. Gerade in einer großen Stadt wie Berlin gibt es natürlich wahnsinnig viele Fotografen. Es gibt auch viele, die irgendwie „mitmischen“, die gar keine Ausbildung haben, aber gerne fotografieren und die sich semiprofessionell im Fotobereich betätigen. Und dann ist da natürlich die Digitalisierung. Mit Smartphones, Tabletts kann man heute zwar nicht unbedingt gute Portraitfotos, aber schon großartige Fotos machen. Der Markt ist für Fotografen schon enger und auch härter geworden. Außerdem ging es in der Fotografie auch immer schon sehr um den Preis. Es war nie eine Branche, wo die Leute gesagt haben: okay, dafür gebe ich jetzt Geld aus. Es wurde immer schon gesagt: oh, das ist aber teuer. Also die Wertschätzung einem guten Foto gegenüber, finde ich, fehlte früher auch schon oft. Es wurde nicht anerkannt, dass Fotografie Arbeit macht und Geld kosten muss.

 

I: Was bedeutet das für dich zukünftig? Versuchst du neue Felder?

RP: Ich gucke schon, in welche Richtung man noch gehen kann. Bewerbungsfotos sind im Moment auch so ein Thema. Die Wirtschaft läuft gut, man muss sich nicht so viel bewerben. Vor Jahren, als es schwieriger war in dem Bereich, habe ich sehr viele Kunden gehabt, weil es wichtig war, eine gute Bewerbung mit einem guten Foto abzugeben, um sich so aus einer Masse von Bewerbern herauszuheben. Auch wird ja immer wieder diskutiert, ob man ein Foto mitschickt oder nicht, die anonyme Bewerbung. In Richtung Business-Fotografie möchte ich noch mehr gehen. Soll es eine gute Business- Homepage werden, braucht es gute, professionelle Fotos.

 

I: Gibt es sowas wie dein ganz persönliches Motto?

RP: Man muss immer positiv und offen an die Dinge rangehen. Als Motto würde ich sagen „Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera.“ Das ist ein Zitat der bekannten Fotografin Gisèle Freund. Wichtig ist mir auch ein anderes Zitat von Bettina Rheims „Fotografie ist mehr, als auf den Auslöser zu drücken“, denn es gehört mehr als Technik und gutes Licht dazu, sondern eben auch Fingerspitzengefühl und der Blick. Es ist so ungefähr wie beim Kochen, man kann einen ganz modernen Herd haben und tolle Kochtöpfe, aber das Essen muss deshalb nicht gut werden. Es gehört einfach mehr dazu, so ähnlich ist es in der Fotografie auch. Man kann eine moderne, teure Kamera haben, aber es gehört noch mehr dazu, ein gutes Foto zu machen.

 

I: Das denke ich auch. Aber ich möchte auch gerne mit dir über das Netzwerk sprechen. Du bist unter anderem im Netzwerk der Berliner Handwerkerinnen. Wie wichtig sind für dich Netzwerke und warum?

RP: Das war ja, wie gesagt, dieser Glücksfall. Über diese Idee, Handwerkerinnen zu fotografieren, kam ich auf euer Netzwerk. Und ich bin sehr gerne dort. Ich finde, das sind ganz tolle Frauen, man lernt einfach noch mal ganz andere Frauen kennen. Und man bekommt immer gute Impulse an den Netzwerkabenden. Man kann sich einfach mal austauschen über geschäftliche Dinge, man hört, wie jemand Werbung macht oder wie nicht, hört etwas über gesetzliche Dinge, Datenschutzverordnung, solche Sachen. Man kann sich einfach noch mal austauschen. Ich fühle mich da sehr gut aufgehoben und auch unterstützt.

 

I: Was ist dir im Netzwerk wichtig oder was würdest du gerne verändern?

RP: Verändern würde ich jetzt nicht unbedingt etwas. Denn ich finde den Austausch unter den Frauen wichtig, ich finde auch die ganzen Bildungsangebote, die ihr habt, auch wenn man nicht immer teilnehmen kann, großartig. Ich habe auch schon ein paar Mal teilgenommen und jedes Mal viel gelernt.

 

I: Hat sich aufgrund des Netzwerkes vielleicht schon mal was Positives ergeben, sind so Kunden oder Kundinnen gekommen?

RP: Ja, ich habe auch schon dadurch, dass ich auf eurer Homepage präsent bin, auch schon Kundinnen bekommen. Das fand ich sehr positiv.

 

I: Wo siehst du dich in ein paar, sagen wir in fünf Jahren? Hast du eine Zukunftsvision für dich?

RP: Manchmal möchte ich gerne noch größere Räume haben, da kann man große Familien und Gruppen für Fotoshootings unterbringen. Wenn ich jetzt richtig anfange zu spinnen, dann sehe ich mich als Fotografin auf Reisen quer durch Europa, um die interessantesten Menschen in Europa zu fotografieren.

 

I: Also, das nächste Vorhaben könnte dann heißen „Gesichter Europas?“

RP: Ja, genau!

 

I: Regine, ich danke dir herzlich für das Interview und deine Zukunftsvision.




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